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[Band 3.]
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542 Geschichte

erhaben, nahm er ein, war er lehrreich, und belei-digte er niemals. Seine sittsame, und freye Skellungkam mir seinem Umgänge überein; er war wohlge-bildete» Leibes; obschon er ein Auge beynahe ganzverloren hatte, und das andere jederzeit sehr schwachgewesen war, merkte man doch solches nicht; seineGesichtöbildung vereinbarte die Sanftmuth und einerhabenes Pesin. Er war ziemlich nachlaßig in sei«ner Kleidung, und verachtete alles, was über dieReinlichkeit gieng; er kleidete sich mit dem schlechte«sten Zeuge, und ließ solches nie mit Gold, oder Silberbesitzen. Eben diesilbige Einfalt war auf seiner Ta«fei, und in dem klebrigen seiner Haushaltung, und ohn«erachtet der Unkosten, welche auf seine Reisen gegan«gen waren, seines Lebens in der großen Welt, und derDruckerkosten seiner Werke, hat er sein mittelmaßi-geö väterliches Erbgut nicht angegriffen, aber auchsolches nicht vermehren wollen, ohnerachtet aller Ge«legenheiten , welche sich ihm in einem Lande, und ineinem Jahrhunderte darboten , worinn auch gerin-gen Verdiensten so viele Wege des Glückes offen ste«hen. Er starb, wie er gelebt hatte, ohne Stolz, undohne Schwachheit, indem er alle seine Pflichten mitder größcsten Geziemenheit beobachtete»

Der Sohn des verstorbenen Herrn von Ulört*testzuieu, der Herr von Secondcrr, ist gleichfallsein in den Wiffenschaften gründlich erfahrner Herr,und Mitglied der königlichen Akademien zu Berlin,London, Nancy und Bordeaux, und nimmt die andie Akademie zu Bordeaux eingesandten Preisschrif-ten in Empfang. Man hat von seiner Feder:

Lonü-