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[Band 3.]
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554 Geschichte desHrn.von Uffenbach.

Der Herr von Uffenbact) lebet im verehlichtenStande, doch ohne Leibes. Erben.

In den moralischen Gedichten des HerrnPräsidenten von Loen findet sich S. 124. u. f.eines unter der Aufschrift: t>cc wahre Ruhm,welches an unsern Gekehrten geschrieben ist, unddessen wahren Ruhm sehr schön abschildert. Eswird nicht unangenehm seyn. Folgendes daraus hierzu lesen:

Dein Name zieret Dich, lind Du Dein Vaterland,Und beyde machen Dich und Deinen Rubm bekannt.Ich.lobe nicht das Glück, das Dich verändern hebet,Noch Deinen muntern Witz, der Deinen Geist belebet.Ich lob nicht ^Deinen VerS, der sinnreich, fließend, schön,Noch aller Künste Stark, die sich hier lasset sehn.

Ich lobe nicht die Huld der angenehmen Sitten,

Die fast macht jedermann um Deine Freundschaft bitten.Was mich bewundernd rührt,ist Dein bescheidner Geist,Wenn Du, was Du nur thust, nur Kleinigkeiten beißt.Der Tugend hoher Trieb geht nach Vollkommenheiten,Demütbig, und doch stark die Laster zu bestreiken.

Sie selbst ist wider sich mit Großmuth aufgesetzt,Und wird am zärtlichsten durch einen Fehl verletzt;Sie hasset ihren Ruhm, und, um ihn zu verdienen,

Hat ihr noch nichts zu groß, noch trefflich gnug geschienen.Ich sehe öfters auch so, wie Du hier gethan,

Mich und mein eitles Thun mit strengem Nichten an.Allein, ich schwöre Dir, ich muß mich drüber schämen,Und wollte gerne Dir nur Deine Fehler nehmen.Laudari a laudato viro, ea demum veralaus est.

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