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[Band 3.]
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Hrn.Ioach. Christoph Neineiz. 761

ren unumschränkten Blicken sind alle Staatsverfas-sungen , Königreiche, und die tiefsten Geheimnisseder Monarchen unverborgen. Kühn b'üsten siesich mit ihrer staatsklugcn Registerbelesen^eit, undwerden ein Wunder der bezauberten Zuhörer, undein Abgott des unwissenden Pöbels. Kein Wunderdaher, wenn der Tod eines erfahrnen Staatsman-nes, eines gereiftten Weisen, welcher sowohl seinHerz, als die ganze Welt, durchstudiert hat, dieWehmukh oller Verehrer einer ungeschminktenWeisheit zu gerechten Klagen auffordert. Diesesist eine schuldige Pflicht, so man denenjenigen Män-nern , welche mit ihrer, so nützlichen, als zierlichenGelehrsamkeit, die Erfahrung und das Erhabenein den Sitten preiöwürdig verbunden haben, billigentrichten muß. Auch unsere königliche und freyeStadt, ja alle Gelehrte, empfinden nun bey derAsche eines ehrwürdigen, eines ruhmbekrönten Greis-ses, diesen so schmerzlichen Verlust. Der Hoch-^edohrne und Hochgelehrte Herr, ChristophJoachim P 7 emeiz, gebürtig aus wifmar.Herzoglich Pfalz - Zweydruckifcher und Hoch-fürstlich waldeckischer wirklicher Hofrath,wie emet) hiesiger wohlangefehener Bürger,hat den 8 des Brachmonats 175z, nach einer kurzenKrankheit, im 75 Jahre seines rühmlicben Lebensunsere Zeitlichkeit verlasse!«. Der Verlust diesesweltklugen Gelehrten fallt um desto unschätzbarer,je mehr man unter seinen so herrlichen Vorzügen,die Tugend eines gelehrten Weltbürgers, die Er-fahrung eines geprüften Greißes, und die ReligionB b b 5 eines