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[Band 3.]
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788 Geschichte

same Arbeit) Anderer Streitsachen auszuführen undzu entscheiden. Er gab solches seinem Herrn Va-ter-zum öfteren zu erkennen, welcher endlich seinesunablässigen AnhaltenS müde ward, und ihn beyeinem seiner Verwandten unter das touloufische Re.gimenl gab. Er war damals nur vierzehn, bisfünfzehn, Jahre alt, und sahe sich, als den glücklich,sten Menschen von der Welt, an, da er das Jochso vieler ungemächlichen Lehrmeister abgeschüttelthatte. Zween Jahre verflossen in dieser vollkom.menen Glückseligkeit. Die Pest, welche damalsin seinem Vaterlande wütete, konnte kaum dasVergnügen, ohne Aufsicht zu seyn, in seinem Herzenüberwiegen.

Als die Seuche in Provence nachgelassen hatte,wünschte sein Herr Vater ihn zu sehen. Er keh-rcte also von Straßburg nach Aix zurück. SeineAeltern waren bey seiner Ankunft sehr erfreuet, dasie sahen, daß er sich so wohl gebildet hatte. Ersahe nicht mehr nach der Schule au6; zween Jahre,so er in Garnison gelegen, hatten ihm das Weseneines kleinen Meisters gegeben. Er hatte ein zar-tes Herz, hatte aber solches bisher nicht anders, alsobenhin, empfunden: Er liebte alles Frauenzimmerüberhaupt, und glaubte nicht, einer dauerhaftenLeidenschaft fähig zu seyn. Doch er erfuhr balddas Gegentheil, Er ward für die ganze übrigeZeit seines Lebens empfindlich; und diese Leiden-,schaft, sind seine Worte, hat mich in eine 2xer-re unglücklicher Begebenheiten gebracht, de-ren Ende ich vielleicht nicht eher sehen werde,

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