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[Band 3.]
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des Hrn. Ioh. Baptista v. Boyer. 795

Frauen waren aufs schönste gcpuht, und gi'engenlängst des Users spahieren. Eine derselben, welcheziemlich schön war, sahe sehr traurig aus. DerHerr von Elairac und der Herr Marquis, welcherdie Rolle eines Arztes spielte, unterhielten sich mitihr, und erfuhren, daß die Ursach ihrer Traurigkeitsey, daß ihr Mann sie verlassen, und eine Anderegeheirathet habe, und daß sie, weil dieses vor derbestimmten Zeit, (es ist nämlich auf dieser Insel dieGewohnheit, sich nur auf eine Zeitlang zu verhei-rathen,) geschehen, keine Hoffnung habe, je einenandern Mann zu bekommen. Sie trösteten diearme Witwe, und brachten es dahin, daß sie denHerrn von Clairac, und ihre Begleiterinn denHerrn Marquis, vor die Zeit ihres Aufenthalteszu ihren Männern annahmen. Auf der weiterenReise legte» sie sich ohnfern des sigäischen Vorge-bürges, allwo man noch einige Ueberbleibsel desalten Julium siehet, vor Anker, und mußten in demMunde der Seeenge wohl sechs Woche» auf gutenWind warten, während welcher Zeit unser HerrMarquis auf den Dardanellen frische Lust schöpfete,indem seine Gesundheit durch seine kurze Ehe nichtwenig gelitten hatte. *)

Sie kamen endlich zu Conflantinopel an, allwoder Herr Marquis zwar nur vierzehn Tage zu ver-bleiben meynte; alle-'n es wurden über fünf Monatedaraus. Bey den Mahlzeiten mit verschiednen vor-nehmen Türken ward er gewahr, daß sie wenigeUeberzeugung von ihrer Religion haben. Er gerieth

daselbst

*) p. 99 - >ro.