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Geschichte
erst, da sie sie nur obenhin eingesehen, lächerlichvorgekommen, hernach aber, bey näherer Unter,suchung, sehr annehmlich geschienen, und endlich,bey gründlicher Betrachtung, ein Jnnbegrif derausnehmendsten Wahrheiten befunden worden. Die.fts brachte ihm denn auch aufs neue die Geneigt-heit des Freyherrn von Wolf zuwege, und es istleicht abzunehmen, wie groß von seiner Seite dieLiebe und Hochachtung für diesen großen Manngewesen sey , von dessen Lehren er durch die Kraftder Wahrheit vollkommen überzeuget wurde; zu.mahl, da zu der Zeit gar viele ihr äußerstes tha-ten , theils, aus Neid und Mißgunst angetrieben,solche verdächtig zu machen, theils, mit Vorur-theilen eingenommen, dieselben für Hirngespensterauszuschreyen. Doch je ungegründeter alles das.jenige war, so man, um den guten Namen unddie Ehre des großen Philosophen zu bestecken, bey-einander raffte, desto größer mußte die Ergeben-heit seyn, welche aus Ueberzeugung von der Falsch-heit der Beschuldigungen in dem Gemüthe eineswohlgesinnten Lehrlings entstund. Auch ist dieserjederzeit mit jenem durch eine sehr genaue Freund-schaft verbunden geblieben, deren Band nicht eher,als durch den Tod des erstern, ist zerrissen worden.
Nunmehro machte Herr 2 vönig seinen akade.mischen Studien ein Ende. Er kehrte im JahreI7Z8 wieder nach Bern zurück, da er, um nichtmüßig zu seyn, sich zur Rechtögelahrtheit wandte,nachdem er sich schon zuvor auf der Universität zuMarpurg auf das bürgerliche Recht geleget hatte.