1ZO Geschichte
Jahr; doch so, daß er auch seine vorigen Studiendabey fortsetzte. Weil er darinn fand, daß derHerr von XPolf seine Anfangsgründe aller ma.thematischen Wissenschaften, als das. bequemsteBuch, um richtige Begriffe der Dinge zu geben,und sich In der Ausübung der Vernunftlehre fest.zusetzen, anpries, wollte er sich solches im Herbste1743 anschaffen, fand es aber für sein Vermögenzu theuer, und mußte sich also mit dem kleinen Aus-Zuge desselben begnügen, woraus er viel Vergnü-gen und Nutzen schöpfte. Dieß war sein Werkvom Monat Öctober 1743 an, bis im Febr. 1745.
Hierauf begab er sich an die Metaphysik, undbeschafftigte sich mit derselben bis im Monat Octo-ber desselben Jahres. Die Physik desselbigen Ver.fasserö konnte er nicht lesen. Die Dürftigkeit legteseinen Wünschen jederzeit unüberwindliche Schwie-rigkeiten in den Weg. Er mußte sich denn an derSittenlehre, Staatskunst und den Wölfischen An-merkungen über die Metaphysik begnügen, mit de-nen er sich bis in der Mitte des Julius 1746 be-fchäffriget hielt. Endlich setzte ihn sein weniges er-spartes Geld in Stand, sich auch im Herbste 1746die Naturlehre, wornach er so sehr verlanget hatte,anzuschaffen, und er las dieselbe in einem Jahrezweymal durch.
Sein geschäfftiger Geist konnte weder dabey ste-hen bleiben, noch sich daran sättigen. Ein Bücher-Trödler zu Dresden verkaufte ihm den dritten Theilder Wölfischen Anfangsgründe der mathematischen
Wissen.