262 Anhang von den Streitigkeiten
Herr Graf von Algarorri, unter dessen Augensolches geschehen, kann von der vollkommenen Wahr.heil der unftigcn Zeugniß geben.
Herr K. reisete ab, und des folgenden Jahresstellte er feine Abhandlung in den leipzigschen actiseruditorum an das Licht. Man verwunderte sich,am Ende dieser Abhandlung ein Stück von einemBriefezu finden, welcher sollte G'auben machen,daß der Herr von Leibnirz vor dem Herrn vonrriaupevtuis das Gefeh der Sparsamkeit gekanntund qenühet, und vor dem Herrn Euler die schö-ne Eigenschaft derer aus centralischen Kräften ge.zogenen Krümmen entdeckt habe; ein Stück, wel«cheö in der Handschrift, so dem Herrn V.L17. ge.wiesen war, nicht befindlich gewesen.
Als die königlich preußische Akademie sich dieUntersuchung dieser Sache angelegen seyn ließ,fieng sie damit an, daß sie den Herrn Königfreundschaftlich ersuchte, das Original deSjeni.gen Briefs, woraus das Stück genommen wa.re, an den Tag zu legen, und die Quellen,woraus er gcschöpfet hätte, anzuzeigen, und da siesahe, daß er allerley Ausflüchte suchte, wiederho.lete sie ihr Ersuchen. Dieser wußte nichts für dieAechtheik seines Stückes beyzubringen, als daß er eineAbschrift dieses Briefes des Herrn von Leibnitzan den seligen Herrmann von seinem verstorbe-nen Freunde, Henzi, welcher drey Jahre vorherwegen eines Staatsverbrechens zu Bern war enr.hauptet worden, erhalttn hatte. Dieser Hcnzi
sollte