304 Geschichte
gende Schriften, deren wir unten in dem Ver«zeichniß seiner herausgegebenen Bücher und Schriftten Meldung thun werde».
Die Augen eines jeglichen sahen leicht, wasfür ein nützlicher Mann Hr. Carpzov einer Aka-demie, deren ausnehmende Zierden so viele seinerVorfahren gewesen waren, sey, und, wenn er bey der-selben bliebe, noch werden würde. Kein Wunder,daß ein erlauchtes königl.'pohlnisches und chur-fürsti. sächsisches Ministerium die günstigsten Blickeauf ihn warf. Seine Bemühungen und Verdien-ste wurden Jhro Königl. Majestät, dem gütigenAugust, vorgestellet; Sie zogen solche in aller-znädigste Betrachtung, und ernannten ihn, umihn desto mehr aufzumuntern, im Monat Novem-ber 1747 zum außerordentlichen Professor derWeltweisheit auf der Universität seiner Vater-stadt. Dieses Amt trat er mit einer Rede de phi-losophia absque iitteris humanioribus er arte cri-tica an, und lud in einem öffentlichen Programma,worinn er ein Specimen edendi Evnapii vor-legt« , die Universität und den Rath dazu ein.Worauf er 1748 von der philosophischen FacultäLin Eyd und Pflicht genommen, und als Professorder Philosophie erkannt und aufgenommen wurde.Die Antrittsrede erweckte indessen ein großes Auf-sehen, weil sich mancher mochte getroffen finden.Es fehlte auch nicht an Bosheit und Mißgunst,welche eine gewisse erlauchte Person, so nunmehroentschlafen, gar zu gern aufgebracht hatten. AlleinHr. Carpzov sagte zu aller Tücke kein Wort, und
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