des Hrn. Ioh. Benedict Carpzov. 305
andere haben ihn vertheidiget. Nachmals hat erin der Vorrede zu seiner biga orationum 6.33.34.daS nöthige davon angeführet. Ein wahrer Ge.lehrter kann so wenig, als ein Licht, verborgen blei-ben. Der Ruhm der Geschicklichkeit unsers Hrn.Carpzov breitete sich bald aus. Er vermeyntezwar, nunmehro einen sichern Weg gefunden ha-ben , zu Leipzig zu bleiben, zumal er auch an dendamaligen Herren geheimen Räthen, Grafen vonZech und von Holzendorf, vornehmlich aber andem geheimen Kricgsrath, ihigen Reichshofrakh,'Hrn. von Gärtner, große Gönner hatte, undihm von vielen der Vornehmsten des Hofs, alser sich einige Zeit zu Dresden aufgehalten, und indie Bekanntschaft des Hrn. Oberhofpredigers, D.Hermann, auch des damaligen Hrn. Superinten-denten, D. Löscher, gekommen war, gewisse Ver-sprechungen gegeben waren. Allein, die göttlicheVorsehung fügte es ganz anders. Es geschahewider Vermuthen, daß der große Musaget, IhroDurchlauchtigkeit der regierende Herzog von Braun,schweig, ihn zum ordentlichen Professor der griechi-schen Sprache auf Dero Universität zu Helmstädtberiefen. Weshalben er denn kein Bedenken trug,dem göttlichen Rufe zu folgen, und, nachdem ervon dem Oberconsistorio und Kirchenrathe zu Dres-den die nöthige Erlaubniß erhalten, trat er denTag nach Pfingsten, den 4ten Junius 1748 seineReise über Halle und Quedlinburg nach Blanken,bürg an, woselbst er die Ehre hatte, des regieren,den Herzogs Durchlauchtigkeit vorgestellt zu wer-