Band 
[Band 4.]
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z6o Geschichte

scheiden könne von der Liebe Gottes in Christo Jesu.Schmerzen und die Erblickung der Pfänder seinerLiebe, die er durch den Tod in die äußerste Be-trübniß stürzen mußte, konnten ihm wohl gerechteThränen auspressen, aber keine Ungeduld und Hin-derniß in dem Laufe nach dem Ziel und Kleinodemachen. Den Tag vor seinem Ende ließ er seinegläubige Sehnsucht durch den nochmaligen Genußdes heiligen Abendmahls sättigen, und sich da-durch auf die Reise der Ewigkeit vollkommen zu-bereiten. Und so brach der letzte Tag seines Lebens,der eilfceMay, 17572». Gott erwies ihm die Gna-de, daß er noch an demselben sein Haus bestellenkonnte: und schier wollte mit der Nacht eine Hoff-nung zu einer sanften Ruhe einbrechen, weswegener auch die Seinigen, die ihn anfänglich nicht ver-lassen wollten, ganz ernstlich zu Bette gehen hieß.Aber augenblicklich rang er mit dem Tode, und ergab, unter den Händen seines ältesten Herrn Soh-nes, des Herrn Doctorö, der allein bey ihm blieb,und ehe fast noch die übrigen werthesten KinderUnd Herren Schwiegersöhne konnten herbey gerufenwerden, zwar an obbemeldeter Erstickung, dochganz sanft, seinen Geist auf.

Diesen umständlich genug abgefaßten Nachrich-ten von den LebenSumständen und Verdiensten desseligen Herrn D. Deinlcin, fügen wir nun auch,worauf eö in unsern Geschichten der Gelehrten nichtweniger ankommt, das Verzeichniß seiner an daSLicht gestellten Schriften hinzu.

Difp.