des Hrii. Ant. Franz Prcvostd'Erilles. 411
und bemodcrtcr Alterthümer zu quälen. Ein off-ner Verstand und ein guter Wih sind Naturgaben,welche das Vornehmste dazu beytragen. Sie selbstbilden ihn. Jener nimmt von selbst seinenSchwung; dieser erhält durch das Wohlgefallenan seinen Erfindungen immer neues Lebe» undFeuer. Komint ein wenig Belesenheit, Fleiß undObliegenheit, ein angenehmer und lebhafter Um-gang, und noch etwan die Erlernung einer oderder anderen lebenden Sprache denkender Nationen,hinzu: so ist der Gelehrte da, und erhöhet sichselbst gar leicht zu einer gewissen Vollkommenheit.Nur bloß eine pedantische Erziehung und Anfüh.rung zum Lernen kann diesen oder jenen, den dieNatur zum schönen Geiste gemacht hat, zu einergewissen, und wohl selbst unbrauchbaren, Stümpfebringen.
Dieß Unglück muß der Hr. Abt prcvost nichtgehabt haben. Es steht im Gegentheil zu vcrmu.then, daß er von vernünftigen und artigen Anfüh-rern, welche in seiner Jugend seinen Fähigkeitenwohl zu Hülfe gekommen, sey unterrichtet worden.Doch die Umstände seiner Erziehung und Studiensind uns unbekannt, es wäre denn, daß wir melde,ten, daß er die englische Sprache wohl gefaßt ha«be, und aus einer oder der andern Schrift dessel«bigen einiges errathen wollten.
Sein Geburtsort ist Hesdin, allwo er imJahre 1697 zuerst das Licht der Welt erblickt hat.Er erwählte den geistlichen Stand, und nach voll.endetem Laufe der Schulstudien, und dazu erforder.
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