4i8 * Geschichte
Hierauf wendete sich Herr Scheltinger zur GotftS-gelahrkheit selbst, üble sich aber »och anfänglich zu.gleich dabey in der Mathematik, bey dem darin»sehr erfahren Lehrer Lore, und in der Meta-physik und Physik bey dem berühmten OrsterdykSchacht. In der GotteSgelahrtheit selbst hielter sich an den noch lebenden großen Gottesgelehrcen,Hermann Venema, und an den seligen A. tP.Melchioris, dessen Vorlesungen über die Kirchen-Historie er sich auch insbesondre zu Nutze machte.Es war Zeit, diese Universität, nach sechs Jahren,zu verlassen, und auch auf einer andern sich umzu-sehen , um sich noch vollkommncr zu machen, der-einst mehr als ein gemeiner und mäßiger Mann,wenn es der gütigen Vorsehung Gottes gefallenmöchte, leisten zu können. Doch, ehe HerrSchelringa solches that, wollte er zuvor eineAbschicdöprobe seiner angewandten Zeit ablegen,und schrieb zu dem Ende eine gelehrte Abhandlung<le ingrellu pontificis maximi Hebraeorum in lau-ctum lönctorum, ejusque rriysterio, welche er unterdem Vorsitze des Herrn L). und Pros. Pcnemaöffentlich vertheidigte.
Nach qeendigtcn Sommerfcrien dieses Jahresbegab er sich mit dem beständigen Gefährten seinerStudien, seinem einzigen geliebtesten Bruder, demjhigen Professor der RechtSgelahrtheic zu Leiden,Herrn Gcrlact) Scheltmger, auf diese weltbe-rühmte Staatenuniversität. Hier hatte er wiederumim Arabischen seinen alten Lehrer, den sel. AldercSchulcens, welchen er auch über die geistliche
Redner-