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[Band 4.]
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§66 Geschichte

will übrigens nicht zugeben, daß der Psalm vonleiblichen Wohlthaten handle: airrl) denen nicht bey^stimmen, die bloß das königliche Amt Christi odersein prophetisches Amt zu seinem Hirtenamte rech.den, sondern er dehnet bieftn Namen, Hirte, aufalle drey Aemter aus. Die Gründe, so ihn hierzubewegen, kann man in der Schrift selbst nachlesenund prüfen. Von der Gewohnheit der Hebräer, di«Gaste bey.Tischs ru salben, werden die Stellen derheil. Schrift mit großem Fleiß gesammlet; dar.unter vielleicht die i Chron. 13, 40. noch etwaszweifelhaft scheinen könnte, weil die Juden sich, desQels auch bey dem Backen und an den Speisenbäufig, anstatt der Butter, bedient haben. Dochist Herrn Walchs Meynung auch nicht unwahr,scheinlich.

Der Hr. Pr. vergleicht auch die Gewohnheitender Perser, Indianer, Syrer, Griechen, Römer,die insgesammt Oel und Salben bey ihren Gastge-boten hatten: er erinnert auch ganz recht, daß mandurch Del nicht gemeines Oel, sondern kostbare Sal-ben und sonderlich Narden verstehen müsse, undglaubet nicht, daß es (wie einige meynen) gewöhn-lich gewesen sey, bey Tische auch die Füße, vdex et-was mehr, als das Haupt, zu salben. Er führt vonallem, was er vorträgt, zugleich die besten Schrift-steller unter den neuern an, die davon ausführlichgehandelt haben, und zeigt viel Belesenhest. Gölcing.Zeitungen 1752. 6 St.

13. Disp. de ßonoso haererico, resp,/. H. Felt,Göttingen 1754. Quart, fünstehaib B. Ebendas.4755. S. 85 u. f. 14. tti-