des Herrn Daniel König. 491
digste Weise, ja warf ihn selbst in das Gefängniß,in welchem er linter harter Behandlung einige Tageaushalten mußt?. Nun nahm sich zwar die Akade.mi», welcher er zugehörte, seiner an, erwies seineUnschuld, und errettete ihn. Der Statthalter b«'gnadigte ihn, zu Vergütung seines erlittenen Un-rechts, mit der Stelle eines Arztes über ein Sol-datenlazareth zu Rotterdam. Allein das schmerz-hafte Andenken einer außerordentlichen Kränkunghatte sein Gemüth dergestalt durchdrungen, daß ervon der Zeit an keine gesunde Stunde gehabt, undsein.Geist nicht wieder zur Ruhe kommen können,sondern in seinen Eingeweiden ein Feuer anzündete,welches ihn selbst zerstöhrte. Kaum halte er seinemAmte einige Monate vorgestanden, als ihn eine hi>tzige Krankheit im srsten Jahre seines Alters 1747dahin rückte.
Er Hot das nützliche Werk des Engländers,Carl Aburchnorh, von den Berechnungen undVergleichungen der alten Münzen, Maaße, Ge-Wichte und Preise der Dinge ins Lateinische überse-tzet, und hakte solches bereits bey seinem Leben einemBuchführer zu Utrecht in Verlag gegeben. Beyseinem Absterben aber war es noch nicht ganz fertig,und da sein Bruder seinen Aufenthalt verändertund sich eine Zeitlang in allerlen Zerstreuungen undUngelegenheiten verwickelt gefunden hatte, so giengeine geraume Zeit hin, ehe er an Ergänzung der ab-gebrochenen Arbeit seines verstorbenen Bruders den-ken konnte. Endlich schickte er doch dem Verlegerhie noch rückständigen Bogen zum Abdrucke zu, undI i 2 dieser