502 Kurze Nachrichten.
Gottcsgelehrte, und unter andern auch der berühmteHr. Superintendent NNnkler in seiner Vorrede zuseinen phi'ologe/nntibus Ladauctianis facris, p. 7.haben dieselbe billig gelobet und angepriesen. Eräußert nämlich darinn recht edle Gesinnungen vonder theologischen Denkungsfreyheit und Verträg-lichkeit. Gesinnungen, welche, sowohl zur Freude,als zum Nachruhm unserer Zeiten, immer allge-meiner werden!
Indessen ist es nicht zu verwundern, daß er es,so wenig als Herr Chevalüer, und mehr andereakademische Lehrer, einer andern Gattung von Geist,lichen damit Recht gemacht habe. Die calvinla-nische Societät, die Herren Examinatoren des Ent-wursö einer Toleranz, setzten ihn sowohl, als jene,in die Ketzer- oder wenigstens Heterodoxen - Rolle..Herr Gchulrenb hat es ihnen theils in seinerniuojaar8g>6i, theils in seiner uitvoerige waai-lchowinge öffentlich verwiesen.
Doch noch mehr; seine systematischen Satze,welche er den Studierenden in die Feder dictirte,worden auch zum Theil gemisbilliget und ange-griffen. Auf einige seiner Predigten fand mangleichfalls zu sagen. In einer derselben redete ervon einem Mittelstände der Seelen nach dem To.de, erklärte das Paradies aCor. 12, 4. nicht von.dem Himmel selbst, sondern von einem sölchenMittelstände,! und den buchstäblichen Sinn derRedensart eaie öv^olvov T)s. 2. nicht, in denHimmel, sondern bis an, dici)ce nächst demHimmel. Hierüber entstand selbst einige Erre.
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