Band 
[Band 4.]
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des Herrn von Hoven. 54z

liebe aber die einfältige, ohngefärbte Kürze wohlso sehr, als diese selbst erwählte Kunstlichter, undbin nicht der Meynung, daß die iiebe der Wahr-heit nachtheilig seyn muffe. Die Liebe darf auchstrafen, nicht aber Haffen. Sie eifert selbsten,wann sie Unlaurerkeit verspüret, und empfindet, daßman nicht bloß ihre Liebhaber, sondern sie selbstenbestreiket, und die Lehre Christi durch allerley Um-schweife verdächtig machen will. Sie freuet sichnicht in solcher Ungerechtigkeit; sondern in derWahrheit. Uebrigens aber erkenne ich willigstdie Geschicklichkeit und den Fleiß des Hrn. DoctorXValchs und seiner Mittarbeiter, beklage auch vonHerzen, daß ich ihrer nicht mehr schonen können,weil ihre Beschuldigungen gar zu ausschweifendgewesen, und ich nicht ohne Nachtheil der gutenSache schweigen können. Diese ausgenommen,bleibe zu allen möglichen Liebesdiensten auch gegenmeine Feinde, willig und bereit, ob ich gleich nichtso leise treten kann, als andere wünschen.

Nunmehr» komme also von her Sache aufdie Personen, und zwar fürs erste auf den Lu-ther, welchem ich schier allein beymesse, daß dieReformation nicht gänzlich durchgedrungen, son-dern unzähliche Hinderungen gefunden. Daherklagt man, daß unter dem Lesen des zweyten Theilsein sehr schwarzes Bild von Luthxrn nach geblie-ben. Man bedenkt aber dabey nicht, daß diesesden Gef! ichtfchreiber nicht angehe, noch rühre,wann er nur Wahrheit schreibe; und im Gegen-theil diese Klage die gegenseitige Parteylichkeit

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