768 Geschichte
Soest, welches durch den Tod desHrn.D.Rum-peus offm gefallen, aufzutragen. Allein er trugBedenken diesem Rufe zu folgen, und der Aus-gang hat es gewiesen, daß der Herr Zopf dazu be.stimmt gewesen, das dortige Gymnasium in Florund eine recht unvergleichliche Verfassung zu brin-gen. Wir wollen eine deutliche Probe von feinenvielfachen, Verdiensten um diese Schulen anfüh.ren. Herr Zopf hatte es schon lange eingesehen,daß es ein wirklicher Mangel bey den mehrestenSchulanstalten sey, daß man nur bloß für dieje-nige Sorge trüge, die sich dereinst den Wissenschaf«ten ergeben wollen, und hingegen diejenigen, diezu bürgerlichen oder andern Geschäften gewidmetsind, völlig auö den Augen sehte. Um also seineBemühungen recht gemeinnützig zu machen; sowar er darauf bedacht, wie er, nach dem Fuß dervortrefflichen berlinischen Realschule, gleichfalls ei-nige Realclassen bey seinem Gymnasio zu Stan-de bringen möchte. Er trug dem dortigen Magi-strat seine redliche Absicht vor, der auch seine Ein-willigung gab und ihm den nöthigen Beystand ver-sprach. Unser Herr Magister hatte es also imJahr 1749. im Monat May wirklich so weit ge-bracht, daß man anfieng folgende Anleitungen zugeben i) zur Calligraphie. 2) Zur Orthographieund Briefstellung 3) zur Arithmetik 4) zur Geo-graphie 5) zur Physik. 6) Zur Geometrie 7) zuder französischen Sprache 8) zu wohlanständigenSitten. 9) Zur Vocalmusik. Herrn Zopfs Ab-sichten giengen noch weiter, und er versprach mitder Zeit noch folgende Classen anzulegen, 1) eine
Natu-