Band 
[Band 4.]
Seite
844
JPEG-Download
 

844 - Geschichte

derS beschafftiget, und vcrlohr auf diese Weise allenGeschmack an goktcsdienstlichen Dingen. O! wieist <6 zu beklagen, daß man, unterdessen daß manden Kindern in diesen zarten Jahren das Griechi.sche und lateinische täglich einbläuct, ihr armesHerz mit dem Unkrauts der Untugenden und eineslinstttfamen Westlls bewachsen lasset; wie gar oftin den öffentlichen Schulen geschiehet. Hier ver«lohe denn meine Seele Grund, und fieng an garsehr abzuweichen. So lebte ich dahin, zwar nichtohne einige kleine gotteSdienstlichc Eindrücke, wel,che aber gleichwohl sehr ohnmächtig und schwachwaren.

Ich verließ diese Schule, und kehrete wiederiiach Hause zurück, in einem Alter, wie ich meine,von vierzehn Jahren. Um diese Zeit begehretenmeine Eltern, daß ich mir durch einen Bischof dieheilige Firmelung *) geben lassen sollte. Ich fiengderhalben die Natur der Verpflichtung, welche ichauf mich nehmen wollte, ernstlich zu überlegen an,und laß verschiedene Bücher über diesen Stof, wel»che auf einen ernstlichen Gehorsam der GebotheGottes drungen. Durch dieses Lesen kam ich ausdie Gedanken, daß ich, wenn ich das bey derFir»melung gebräuchliche Versprechen erfüllete, indemich mich von solchcrZcit an von Sünden enthielte,alsdenn einer von denen seyn würde, welche vordein Thron und vor dem Lamme in langenweißen Kleidern stehen werden. Dies vcr,

ursachte,

*) Nämlich nach der bekanntenEewohriheit derEnglischen Kirchen.