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[Band 4.]
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des Herrn Cornelius Cayley. - 845

ursachtc, daß ich vorVerlangen rein und heilig zuseyn, brannte. Ehe der Tag der Fcyerlichkeit kam,bat ich stets den Herrn, daß ich nimmer wieder inSünden verfallen möchte, that auch darüber feyer-liche Gelübde. Nunmehro meinete ich einer vonder kleinen Anzahl der Seeligen zu werden, welchedie vornehmsten Stellen in dem Himmel bekleidenwerden; weil ich von nun an in Heiligkeit des Le-bens zu wandeln beschlossen hatte. Ich danketeGott mit Freudenthränen: ich versprach dies allesins Werk zu richten, und meinete, ich würde nunin den Stand dazu gefeßet werden.

Allein ich erkannte diese ganze Zeit über nochnicht, daß der Baum erst gut seyn müsse, ehedie Frucht gut seyn könne. Ich wußte nicht, daßmein Herz ganz böse und verdorben wäre. Ichschloß, meiner Natur nach, daß ich einen freyenWillen hatte, entweder zum Guten oder zum Bö-sen. Ich hatte keinen Begriff davon, daß der na-türliche Mensch in mir todt wäre in Sündenund Uebercrerungen. Dies verkehrte Denkbildmachte, daß ich Trauben von Dornen, undFeigen von Disteln lesen wollte. Doch, leider!die traurige Erfahrung lehrete mich bald, wie ver-geblich dies Suchen sey.

Da der Tag, an welchem die Feyerlichkeit ge-schehen sollte, erschienen war, gieng ich, nachdemich mein Gebet und mein Gelübde nochmals er-neuert hatte, in die Kirche, und empfieng die Fir-melung. Nun, dünkete mir, würde ich von Gotterlangen, daß ich in weißen Kleidern wan-Hhh 4 delre.