des Herrn Cornelius Cayley. 847
oder einige wahre Erneuerung des Geistes in demMenschen zuwege bringen.
Mittlerweile *) dieses alles vorgieng, stengcnmeine ernsthafte Gedanken mehr und mehrzerstreuetzu werden an durch die Uebung in verschiedenenTheilen der Gelehrsamkeit, deren ich mich befließ,als der Mathematik, Algebra und dergleichen;welche mit meinem Geschmack sehr wohl überein-kamen , indem ich ein großes Vergnügen fand inAuflösung mathematischer Aufgaben; wie dennauch das Lesen der Geschichte einen großen Theilmeiner Zeit wegnahm. Dies alles, nebst der Er-lernung der Tanzkunst, zog niein Herz beständigvon gottesdiensilichcnVorwürfen ab. Gleichwohlward ich dann und wann mit Schrecken und Furchterfüllet. Diese überfielen mich zuweilen, ohngeach-tet alles Zeitvertreibes dieses Alters, welcher dieseEmpfindungen keinesweges in mir unterdrückenkonnte. Ich erinnere mich noch insbesondre, daß,da ich mich einmals des Sonntags auf Schlitt-schuhen belustigte, mein Gewichen sich dergestalt zuregen anfieng, daß ich auf dem Eise nicht daurcnkonnte, sondern mich genöthiget fand, in die Kirchezu gehen; und obschon ich dieses nicht anders, alsmit dem äussersten Widersinn that; meine Ge-müthsgestalt zwang mich, um so zu reden, mitGewalt dahin.
Auf diese Weise lebete ich verschiedene Jahre;stets außer Stande vor meine arme und gcschleu-derte Seele Ruhe zu finden. Zuweilen fühleke ichH h h 5 Strah-
*) Kap. nr.