des Herrn Cornelius Cayley. 971
diger machen könne. Und wiewohl ich nicht dar-an zweifele, daß dergleichen von beyderley Gattungauf den beyden hohen Schulen zu Oxford undCambridge gefunden werden; so muß ich doch(in Ansehung des wenigen, das ich davon daselbstgesehen habe) bekennen, daß sie die letzten Oerterwohin ich mich begeben sollte, um wahre Gottes-furcht und Heiligkeit zu suchen, seyn würden. Denn,wo findet man mehr Verwegenheit, wo mehr aus-gelassenes Wesen, wo mehr Zank und Zügelloß-heit, als man an diesen beyden Oertern an Hellemlichten Tage antrift? Wie viele Jünglinge vonguter Hoffnung, die zuvor in den öffenllichen Schu-len nur noch halb verdorben waren, werden hierganz und gar in den Untugenden und der Unge-bundenheit völlig befestiget, in aller Ungerechtig-keit ersoffen, und kommen endlich, besser in denSpitzfindigkeiten und kleinesten Streitigkeiten derheidnischen Weltweisen, als in der göttliche Lehreder Apostel, erfahren, mehr, den Apollo und dieGöttinnen der Musen, als Christum und denGeist Gottes anzurufen, geschickt, und einebessere Erkenntniß von den erdichteten Göttern undGöttinnen, und derselben Lastern, als von demwahren Gott, und feinern Sohne Jesu Chri-sto, und von den Geboten des Evangelii besitzend,nach Haufe. Doch dem ungeachtet, (so weit ge-het die Blindheit vieler Menschen unter diesem un-verständigen und unschlachtigen Geschlechte) wennauch gleich jemand noch so viele Erfahrung von derGnade hat, und in der Schule der göttlichen Weiß-Qqq 3 heit