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[Band 4.]
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972 Geschichte

heit noch so gründlich unterwiesen ist; dabey abersein Gehirn mit den zuvor gemeldeten Wissenschaff*ten nicht angefüllet hat, und in dem Plato undAristoteles nicht wohl belesen ist, so achtet manihn dennoch zu irgend einen heiligen, und zu demöffentlichen Predigtdienst Beziehung habende Be-dienung ganz und gar untüchtig. So ist diemenschliche Weißheit, so sind die Unternehmungender Welt beschaffen! doch dieses sind keineöwegeSdie Beschafftigungen, welche Christus selbst zumGrunde gelegek hat: wo sinden wir irgenhswo imNeuen Testamente, daß er seine Jünger oder Apo-stel nach den heidnischen Weltweisen, um sich beydenselben in der Gottesgelahrheit zu üben, jemalsverwiesen habe? Er befahl ihnen, die Sctrristenzu durchsuchen; Er gebot ihnen, nach Jerusalemzu gehen, und daselbst zu bleiben, bis daß sie mitder Rraft aus der Höhe würden angethan wer-den : Aber niemals wieß er sie hin nach den jüdi-schen Rabbinen, oder griechischen Welcwcisen, umWeißheit und Gelehrsamkeit daselbst zu erlangen.Im Gegentheils versichert uns der Apostel Paulus,daß die Predigt von Christo, dem Gekreuzigten,den Jüden eine Aergerniß und den Griecheneine Thorheit sey. Niemand denke, daß ichalle menschliche Gelehrsamkeit, überhaupt genom-men, verachte. Künste und Wiffenschafften ho-hen in diesem leben einen großen Nutzen. DieMachest?, die Geographie, die Boramck ,und dergleichen mehr, sind allesammt zur Wohl-fahrt deö menschlichen Lebens nöthig. Ab>er daß