des Herrn Cornelius Cayley. 97z
die menschliche Gelehrsamkeit sich dasjenige, wel-ches dem Geiste Gottes zukommt, unrechtmäßigerWeise anmaßet, und die Tiefe der ErkenntnißChristi zu durchgründen vorgiebt, dieses ist ebenso ungereimt, als wenn man einen Asten auf denThron eines Königes sehen, oder als wenn manmit einem Strohhalm die Tiefe der See erforschenwollte.
Mit einem Worte, gleich wie die Sonne al-lein durch Hülfe ihres eigenen Lichtes kann gesehenwerden, also wird auch die Sonne der Gerech-tigkeit durch ihren eigenen Geist allein erkannt.Die heidnische Weltweißheit, oder das spitzfindigeWortklauben thut, nutzet, um die HerrlichkeitChristi, und die Vortrefiichkeit seines Evangeliiin seinem hellen Lichte darzustellen, eben so wenigals das Licht einer Kerze, um die natürliche Sonnean dem Firmament anzuschauen, leisten kann.Glückselig sind die Diener des Wortes, glückseligdie Gemeinden, welche auf der hohen Schule Chri-sti, der die weißheit und Rraft Gorces ist,unterwiesen sind! glücklich sind diejenigen, welche diegesegnete Erleuchtung von dem heiligen Geiste,der in alle Wahrheit leitet, der alle Dinge, ja selbstdie Tiefen der Gottheit ergründet, empfangen ha-ben. Obgleich die sogenannte Weißheit dieserWelt sie verachtet; so erwerben sie sich doch Gna-de bey Gott und bey dem gesammten Volke. Got-tes, zu was fsir einer Religionöparthey es auch ge-hören mag.
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