Vorbemerkung.
Am 1. Februar d. I. hielt ich einen Vertrag im Rathhaussaalczu Zürich über die alten Glasgemülde der Schweiz . Bei der beschränktenZeitdauer, die solchen öffentlichen Vorlesungen zugemessen ist, sah ichmich gezwungen, nur ein Bruchstück zu geben und Manches flüchtiganzudeuten, das sorgfältigerer Ausführung würdig wäre.
Um nun das von mir gesammelte Material nicht verloren gehenzu lassen, sondern es als Beitrag für die allgemeine Kunstgeschichtesowie für die specielle der Schweiz zu verwerthen, habe ich den Gegen-stand umfassender ausgeführt und biete ihn in dieser Gestalt denFreunden der alten Kunst. Obwohl auch jetzt nur eine Skizze, dürftemein Versuch dennoch ein gewisses Verdienst haben, da er ein bisjetzt noch nicht behandeltes Thema in's Auge faßt. Ich wünsche damitder Schweiz , in welcher ich fünf der besten Jahre meines Lebens ineiner meinen Neigungen aufs Schönste entsprechenden Wirksamkeitzugebracht, ein Zeichen freundlicher Erinnerung beim Scheiden zuhinterlassen.
W. Lübke.