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Seit zwey Tagen sind wir nun hier, in einemBergdorfe der östlichen Schweiz . Die Schönheit desLandes wird dir Clotildc schon beschreiben, ich selbsthabe vor dem beständigen Regen noch nichts davonerblickt. Ich sehe nichts als graue Wolken und ein-särbige Hügel. — Die ewige Klarheit des südlichenHimmels« wovon hu so viel sprachest, wo mag siewohl seyn? fragte ich Tuschen. Ueber den Wolken,antwortete Tobias. Denken sie nicht mehr an denBodciiscc, gnädiger Herr? cntgegncte das Mädchen.
Und das ist wahr, Schwester, es war ein ganz ar-tiger Anblick, als wir, aus Schwaben kommend, plötz-lich von einer Anhöhe den See mit seinen reichbe-wohnten Ufern, und hinter ihm die Hochgebirge vonAppcnzcll im Glänze des Abends sahen. Die Sonnemacht aber Alles schön; haben wir nicht auch oft ander Ostsee die Natur bewundert!
Ueber die Kürze meiner Briefe sollst dn nun nichtmehr klagen; den Inhalt decke mit deiner Liebe, meineGute! Du weißt ich unterhalte mich so gerne mit dir,kann aber nicht anders thun als ich bin, und magnicht anders reden als ich denke. Kann ein Krankersprechen wie ein Gesunder, der Erfahrne wie jugendli-che Unwissenheit, der Satte wie der Hungrige?
Lebe wohl!