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Schweizer , je davon so viel Lärin gemacht haben? Ichglaub es nicht.
Den 23. Juni.
Gestern Abends, als sich der Himmel erheiterte»verkündigte jedermann, selbst die Appcnzcllcr, gutesWetter, und heute als man die Augen aufthat, warAlles weiß von Schnee. Stelle dir vor, zu Ende desJnnius, wo wir im Norden den schönsten Sommerhaben, hier noch Schnee! — Um der Wetterprophetenwillen freute mich das; denn auch hier wie allcnthal«bcn gibt es! solche Tröpfe, die sich täglich irren undtäglich wieder weissagen. Man hat mir zwar viel vonder Erfahrung der Bergleute über das Wetter gesagt»aber ich habe schon einige Spuren, daß selbst diese esnicht wissen, und unbefangene Reisende, die man nochzuweilen antrifft, haben mich dessen auch versichert. —Sonst hab ich wohl Ursache mich zu ärgern über meineeigne Thorheit, und die, welche mich hichcr geschickthaben, um im Schnee trübe Molken zu trinken.
Das Fräulein ist sehr stille dazu, und voll Weh-muth über die schönen Alpcnblumcn, die nun ihr zar-tes junges Leben so frühe in den kalten Armen desspäten Winters vcrhauchcn müssen. Sie hat sich dar-über — freue dich, glückliche Mutter! — in einemGedichte versucht, welches mir Tuschen mit einerFreude ankündigte, als wäre ein Erstgeborner im derFamilie erschienen. Ich bekomme aber nichts davonzu sehen, weil die Dichterin meine Frage, ob sie vom
süd-