Buch 
2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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sind, wie Sie und ich, und habe noch keine genug-lhuendc Antwort herausgebracht. Das Band derFreundschaft ist vielleicht aus frühern oder geheimernFaden gewebt, als die kurzsichtigen Sterblichen wissen;Gewohnheit aber und guter Wille machen es haltbar.— Sie sind auf die Universität gegangen und wiedernach Haus gekommen; ich habe die weite Erde durch-strichen, und den größten Theil meines Lebens unterFremden zugebracht; Sie kennen die Welt aus Bü-chern und lieben sie, und werden ihrer Kenntniß nichtsatt; ich kenne sie aus der Erfahrung und glaube nichtUrsache zu haben, sie liebenswürdig zu finden. Wel-cher von uns beyden Recht habe, weiß ich nicht; daßSie aber der Glücklichere seyn, weil Sie lieben können,will ich gerne zugeben. Mir ist alles Gcsammtc, Viel-fache, Zusammengesetzte langweilig und zuwider; ichkann nur noch das Einzelne lieben, und auch dießselten genug. Unter das Seltene aber gehören Sie,rechtschaffener, glücklicher Mann! Was ich daher zuBefriedigung Ihrer unschuldigen Liebhabereien thunkann, ist mir erwünscht — und so habe ich als Bey-trag zu Ihrer Völker - und Länderkunde manches zu-sammengebracht, das Ihnen Freude machen soll.

In einer benachbarten Stadt wohnt ein Buch-händler, dem die Liebe seiner Mitbürger zur Litteraturgar wohl Zeit übrig läßt, mir aus allen Theilen derSchweiz zu verschreiben, was noch nicht in IhremSchwcizcrkatalog, den Sie mir mitgegeben, sieht. Ich