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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Begriff von der Schriftstellerey und Kunstrichtcrey, alssie sollten, nnd getrauen sich darum nicht, wie die Ge-lehrten, durch eine Antikritik die Welt eines Besser»zu belehren *).

-Sie sehen, daß es wenige gibt,

die aus eignem Geiste komponircn. Die meisten hal-ten sich an die bloße Natur; denn seit Abcrli die be-kannte Manier der Aussichten in Aquarell aufgebrachthat, und gleich mir so lieblichem Gelingen darin fort-geschritten ist, hat sich ein Heer von Nachahmern ge-sunden, wovon ihn manche noch an Stärke der Fär-bung, wenige an Geschmack und Lieblichkeit übertref-fen, und immer kommen noch geschicktere nach. In-dessen hat denn doch diese Aussichtcnmahlerey, da siebloß an der Wirklichkeit hängen bleibt, den Nachtheil,daß sie auch das Einförmige und Widrige aufnehmenmuß, weil es in der vorliegenden Natur ist, zudemdaß durch sie der edlere Theil der Kunst, die idealischeLandschastmahlcrcy, welche schöne Formen und über-dachte Harmonie der Anlage sucht, und deßwegenmehr Zeit, Geist und Anstrengung erfordert, in Ab-nahme kömmt, und nach und nach ihre Anhängerverliert, und so zuletzt nur noch für den großen Hau-fen gemahlt wird.

Es sind mir auch Abbildungen in allen F-orma-

") Aus obigen Gründen wird dieß Verzeichniß auch hierweggelassen.