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ob fle auch die Charaden liebe, erwiederte, sie esse sienicht gern.
So viel von unserm dichterischen Leben. Seyübrigens unbesorgt, eine Pedantin soll dein Fräuleinnicht werden; die Schweizerin ist es auch nicht, essind beyde unbefangene muntere Kinder, die einen Au,gcnblick nach einer neuen Weise tanzen. Die Leutemeinen oft, sie haben den Geschmack, und haben nurdie Mode, welches mitunter ein Glück ist, denn derGeschmack ist inhärent, wenn er auch falsch ist; dieMode hingegen ist vorübergehend.
Den 6. Juli.
Als Clotilde mit des Pastors Gustav Latein lernte,fragtest du: wozu das? und ich antwortete: Latein istwie die Gottseligkeit zu allen Dingen nütze. Wennsich meine Behauptung nicht schon früher bewährethätte, so geschähe es gegenwärtig; denn wie wollte siejetzt alle die gelehrten Namen der Pflanzen, die sietäglich nach Hause bringt, behalten, wenn sie nicht et-was von jener Sprache wüßte?
Eartcnblumcn? — Mit Nichten! die überläßt manden Bürgcrsfrauen. Das Vornehme ist jetzt gemeinund das Gemeine vornehm geworden. Wiesenblumen,Heidekräuter, Moose und Flechten sind es, womit alleGläser und Töpfe im Hause angefüllt sind; und wozu ?Um über ihre Fructifikation etwas sagen zu können,und ihre linneischcn Namen auswendig zu lernen; anmehr wird nicht gedacht.