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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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wie die Mecklenburger Biergcscllen, wenn ihnen diegewöhnliche Götlcrsprachc zn gering ist. Ich lasse ih<ncn die Freude, und habe dafür meinen Spaß mitTuschen, die sich auch an den Schweif des Pegasus,worauf die beyden Musen sitzen, gehängt hat. Diesehatte zuerst eine jungfräuliche Abneigung gegen dasAllcmannische, weil ihr das Wort zu stark vorkam, wiesie sagte, indem einem dabey der Sinn an „alle Män-ner'* komme. Sie ließ sich aber belehren, und meintenun (von welchem Wahne auch deine Tochter anfäng-lich nicht ganz frey war), jeder Volksdialckt sey Alle-mannisch; und unter dieser Benennung sang sie derSchweizerin ein plattdeutsches Lied vor, wovon diese Al-lcmannicrin kein Wort verstand. Neulich fragte sie,ob der Kuhreihen auch ein Allcmannischcs Gedichtsey? Ein Animalisches, versetzte der alte Professoraus Z.

Sie machen auch Charaden und Logogryphe, ganzeBogen voll, die dann unter der Gesellschaft hcrumgö»bothcn und cnträthsclt werden. Clotilde wird dir einpaar Dutzend von den bcßtcn schicken; du kannst siedann dem Pastor geben, daß er sie in einen Muscn-allmanach einrücken, und unsterblich machen lasse. Esist ein unterhaltendes Spiel, wenn es nicht schriftstel-lerisch getrieben wird; indessen halte ichs doch im gei-stigen Verstände mit einer ehrlichen Frau Rathshcrrinaus Gl . ., welche hier die Kur braucht, und, gefragt,