Buch 
2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
Entstehung
Seite
47
JPEG-Download
 

47

Forschen scheut, und mit ärmlicher Kenntniß (» littlsIssrninA) einen eintägigen Ruf erlangen kann. Umdie Physiologie der Pflanze bekümmert sich keiner dieserSchreib, und Empstndscligcn, wenn nur das Kunstwortrichtig dasteht; so wie sie reisen, nicht um zu sehen,sondern um gesehen zu haben.

Auch die Chanoinesse scheint nicht gar tief in diegründliche Kenntniß eingedrungen zu seyn; denn daich eben Hallcrs Alpen vor mir hatte, fragte ich nachden dort angegebenen und so seltsam beschriebenenBlumen; allein sie wollte nichts davon wissen, weildie Namen nicht Linnvisch wären. Und als ich garin meiner Einfalt ein altes Kräuterbuch, das mir derHauswirth geliehen, der Clotilde empfahl, so wohl we,gen der Abbildungen als der angegebenen Eigcnschaf,ten der Pflanzen, stieß jene es unwillig auf die Seiteund sagte: ob ich einen Apotheker aus meiner Nichtemachen wolle? Was hat man aber von den bloßenNamen, wenn man die Eigenschaften nicht weiß!

Ihrem richtigen Grundsätze gemäß, daß man beysolchen Erlernungen von dem nächsten ausgehen müsse,leben wir nun ganz von dem, was uns der RitterLinus auftischet. Täglich laben wir uns an der k>a-ßgris vssea län.; die liebliche Frucht des krrinuz cs-rssus I_,in. wird uns, obgleich noch sparsam, aus demRheinthalc herausgebracht, so wie auch das Gemüse,worunter die Itrassics olsraoss I.IN. mit ihren Spiel,arien uns viel zu schassen macht. Hier gibt es weder