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ist ohne Tadel, die sich in den Grenzen des Anstandszu halten vermag.
St. Gallen, sollte man meinen, wäre bey hundertMeilen von Konstanz entlegen, so verschieden ist daalles. Hier ist die größte Handclsbetriebsamkeit in derganzen Schweiz , daher eine sehr starke Bevölkerung ineinem kleinen Raume, viel Geld, viel neue Häuserauch an den unfreundlichsten Orten; die nicht sehr bc,deutende Gegend ist noch ringsumher mit Bleichen bc,legt, die alle Aussicht zerstören; kein See, kein Fluß.-- Woher der starke Handel in diesem abgelegenenBcrgorte, da hingegen in dem zwischen zwey Seengelegenen, vom Rhein durchströmten Konstanz nichtsdergleichen gelingen will?
Der Handel verlangt Unabhängigkeit, sagen dieSchweizer , und berufen sich, nächst sich selbst, aufEngland,- Holland und die Reichsstädte. Sie führendie Antwort an, die ein alter Pariser Großhändlerdem Finanzministcr Colbert gab, der einen Handlungs,rath errichten, und das Gewerbe unter Regeln brin,gen wollte: I,aisser nouz ksire, ÜVlonzei^neur! undmeinen, sobald große Herren und Gelehrte dahineinreden wollen, so entweiche der schnelle und subtilemcrkurialische Geist, der weder eine zu genaue Beleuch,tung ertragen mag, noch sich durch etwas anders alsdie Umstände leiten laßt.
Wer nun aber glücklicher sey, der müßige Kon-stanzer auf seinen leeren Gassen, oder der St. Ealler