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inne halten, bis man die Wirkung ihrer Univcrsaltink-tur, nicht an unmündigen Knaben, sondern an Män-nern, oder welches der beste Beweis ihrer Probhäl-tigkcit und wohl das Kürzeste wäre, an ihrem selbst-eignen Ich erfahren. Sie müssen das schon seyn,was sie aus andern machen wollen, sonst haben siedas Licht nicht in sich, dessen sie sich rühmen.
So sprach der Professor, der die neue Derfah-rungsart so ziemlich, den Reformator aber aus derNähe kennt. Ob er ganz unparthcyisch sey, wage ichnicht zn entscheiden; ein Prophet, heißt es, gilt nir-gend weniger als in seinem Vatcrlandc und in sei-nem Hause.
An allem dem hat die jungfräuliche Clotildc, zumeiner großen Freude, und gewiß auch zu deiner, kei-nen Antheil genommen. Ein ehrliches Mädchen, dasdereinst heurathcn will, soll nicht über die Erziehungseiner Kinder vorgrcislich vernünfteln; ein anderes istes mit einer geistlichen Dame, die sich ewiger Keusch-heit geweiht hat.
Den 15. Juli.
Wie es meiner Gesundheit gehe, fragst du. Bes-ser als lange nicht; besser als ich anfänglich erwartete,ob ich gleich schon geraume Zeit keine Molken mehrtrinke. Siehest du mir es nicht aus meinen Briefenan, daß ich mich so ziemlich in das Leben zu schickenweiß? Unser Doktor schreibt, ich solle das Reisen fort-setzen, und er mag Recht haben; denn ob es gleich