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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Arzte zugerufen, er sollte diesen ungezogenen Schotten-trinkern zureden, der aber sich entschuldiget, sie »erste- ihen seine Sprache nicht; da sey der zärtlichbcsorgte !Prediger mit einem Stock auf die Thiere losgcgangcn; !je mehr er aber auf sie cingchaucn, desto gräßlicher ^haben sie getobt und geschrien, als wenn alle bösen ^Geister in sie gefahren wären, so daß die mitleidigen ^Damen um aller Liebe willen wieder um Frieden gc- !bethen. Als endlich den wachchaltcnden Männern die jZeit am Feuer auch lange geworden, haben sie sich zudem Sennen auf die Pritsche hingelegt; aber da seyenandre Hausthicre über sie hergefallen, und das Acch-zcn Ihrer Unruhe sey auch wieder zu den Göttinnenauf dem Heuboden emporgestiegen, und habe dieselbenin ihrem seligen Leben gestört.

Das Wetter war wieder heiter, die Bäche hattensich verlaufen, und wir eilten nun nach Hause. InAppenzcll, wo wir bey dem Hauptmanne zu Mittagaßen, überzeugte ich mich von neuem von der innigenAnzüglichkeit der angcborncn Hcimath auf ein Ge-müth, das nicht durch Ucbcrbildung und Schöngciste-rey verwöhnt ist. Mein Freund, der Hauptmann,verlebte seine Kindcrjahre unter der wilden Jugenddieser Söhne der Berge, kam dann durch Veranstal-tung eines geistlichen Oheims in eine Erziehungsanstaltin Frankreich , und von da unter ein Sckweizcrrcgi-mcnt, wo er in wenig Jahren eine Compagnie erhielt.