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Er hatte das Glück, in einer der mittägigen Haupt,städtc des Königreichs einer jungen Wittwe zu gefal,lcn, die sich mit ihm verband, aber nicht lange lebte,und ihn zum Erben eines beträchtlichen Vermögenseinsetzte. Wer hätte nun nicht denken sollen, daß er,der reiche Mann, den Aufenthalt in einer großenStadt, unter dem schönen Himmel, in guter Gesell,schaft und im Ucberfluß, seinen schneeigen Bergenund halbwilden Landsleuten vorzöge? Nicht so derHauptmann.
Ich hatte mich schon, erzählte er, bey Lebzeitenmeiner Frau aus dem Dienste zurückgezogen, und ver-suchte nun nach ihrem Tobe allerley, mir ein ange,nehmcs Leben zu verschaffen; aber es ist mit densclbstgcmähltcn Beschäftigungen wie mit selbstgcmach,tcn Göttern: wo wir uns ohne sie helfen können, dasind sie zum Scheine bey der Hand, und lassen unsiin Stiche, wo wir ihrer am meisten bedürften. Wouns nicht ein höherer Geist treibt, oder eine bestimmteNothwendigkeit uns zu handeln gebietet, bleibt bey ai,ler Geschäftigkeit doch eine gewisse Leere in der Seele,die oft der eingeschränkteste wirkliche Beruf besser aus-füllt. Dieß sah ich immer klarer ein, und empfand esauch beym Zeitvertreibe. Wenn ich des Abends ausder großen Gesellschaft oder vom Schauspiele zurück-kehrte, da hatte ich zwar recht seine Dinge gesehenund gehört; aber der Mensch lebt nicht allein von fei-