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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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es ab, ihn zu einem Anfcnthaltc des Friedens und derLiebe zu machen; und das wollen wir uns geloben, odu Theure! Es gibt kein bleibendes Heil für den Mcn,sehen auf Erden, wenn es nicht an seiner Wohnunghastet, von ihr ausgeht, und zurück zu ihr den ver-trauten Pfad kennt. Ein Sitz, nicht des prunkendenScheines, aber des verborgenen Glücks, soll unsreHeiniath werden, eine freundliche Einkehr von denMühseligkeiten des Hcrnfs, ein Obdach vor den Stür-men des Lebens; und treten wir aus demselben her-vor, so wird es dem Stande eines Pfarrers und sei-ner Schicksalsgcfährtin gemäß mit Würde und Liebegeschehen. Von dir, um benachbarte Freundinnen zubesuchen, oder aus unserm kleinen Ueberfluß Dürftigein der Gemeinde zu erquicken; und ich gehe zu ver-künden das heilige Wort, und armen Kranken denTrost eines bessern Lebens zu lehren, oder denselbenvon ihnen zu lernen. — Und dann in »nissigen Stun-den und hellen Tagen ziehen wir zusammen aus, Armin An», durchstreifen Feld und Wiese, und besteigendie umsichtigen Hügel der Weinberge, wagen uns zu-weilen wohl auch weiter, dorthin wo wir aus unsermFenster die grünen Alpen, und hinter ihnen dieSchnccgipfcl des Alpsteines erblicken ; ja dorthin, aufjene herrlichen Höhen, in ihre reinen Lüfte, begebenwir uns jährlich einmahl wie auf eine Wallfahrt, umunsre Seele zu erheben bey dem Anblick der weitenErde j» unsern Füssen , zu vergessen in der hohen hei-

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