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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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des folgenden Morgens davon anfing: die Erfahrungkam zu unerwartet.

Ich wenigstens war gar nicht anf diesen Genußvorbereitet, munkelte der kranke Tobias, der mit ver-bundenem Kopf und Arm in einem Lchnstuhle saß,weil er nicht im Bette bleiben wollte.

Schweig du, Aller! cntgcgncte sein Herr: derScherz ist jetzt nicht an dir. Und zum Professorsprach er: In der Gefahr ist bloße Wahrscheinlichkeit,in der Wahrscheinlichkeit noch Hoffnung, Hoffnungaber gibt Mnth, und dieser ist Gefühl der Kraft, einReiz, der uns dem ungewissen Uebel entgegen gehenheißt. Ist hingegen die Gefahr in wirkliches Unheilübergegangen, wie hier, so tritt ein ganz andrer In-stand ein, aus dem man sich dann ziehen muß, sogut man kann.

Ich habe mich dicßmahl schlecht daraus gezogen,begann von neuem der schmcrzcnleidcnde Tobias: wennmich schon die Leute glücklich preisen, daß ich nichtdas Auge verloren oder gar den Hals gebrochen habe;ein gemeiner Trost!

Der Stellvertreter des Mitleids, mein Freund!gab ihm der Professor zur Antwort. — Doch wardiesem einiges in der Aeußerung des Obersten aufge-fallen, woran er unter seinen Büchern noch nie ge,dacht hatte, und das er während seines Hierseyns wei-ter mit ihm zu besprechen sich vornahm, indem jenersich erklärt hatte, den Ort nicht zu verlassen, bis sein