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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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nicht selbst durch giftigen Hauch trüben. — Wenn wirnur erst Simmenthal wieder hätten, fuhr er fort: erhat eine eigene Brille, mit der er in die Welt schaut,die sich gerade jetzt ju unserm Lebcnsversuche schickenwürde.

Der Professor lächelte: Lebcnsversuche bey unsernJahren! Gut daß es niemand hört; sind wir nichtalte Kinder?

Wir sollen es seyn! war die Antwort: wir müssenstreben und proben, so lange wir leben; so bald derMensch sein Hauptgut der Unthätigkcit weihet, wirder unnütz und bankbrüchig vor der Zeit, das heißt,vor dem Tode, wo wir freylich alle so zum Vorscheinkommen werden.

Leider! sagte der Professor. Aber dann doch,fügte er nach einer Pause hinzu, in die Hände einesGläubigers fallen, der mitleidig ist, und sich gern aufVergleich einläßt, weil er selbst unser Unvermögen aufsich genommen.

Wir enden wieder einmahl ernsthaft, was wir scher-zend begonnen, sprach lächelnd der Oberste. — Und die

beyden Alten verloren sich im Schatten der Bäume.

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Clotildcs Angelegenheit war es nun, den Oheimvon der Frau Amtsräthin zu bcfrcycn; dazu war keinanderes Mittel, als ihr Gustavs Wohnung bey demPrediger einzuräumen, und ihn dagegen im Schloßunterzubringen. Dieser Vorschlag fand allgemeinen