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die können nie unedel seyn! Ihre Gegenwart ist Alles,was ich jetzt zu fassen vermag.
Clotildc war zu sehr überrascht; vor ihr das blü-hcnde Gebilde des Geliebten, und in ihr das Gefühleinen unvorsichtigen Schritt gethan zu haben. IhreKnie wankten; sein Arm hielt sie.
Sammeln Sie sich einen Augenblick, gnädigesFräulein, sagte Suschcn und verließ das Zimmer.Clotildc wollte ihr folgen.
Ich bin verlassen, wenn Sie gehen! rief Gustav.—» Sie vermochte es nicht.
Unbeschreiblich waren nun die Momente der Lic-bcndcn in dem schnellen Annähern und Erfassen derchmaligcn Verhältnisse. Welche süße Worte stets be-wahrter Treue; welch ein lautes und geheimes Wohl-gefallen an gewonnener Bildung; welche Erinnerun-gen nach so langer Trennung! Augenblicke und Jahre;ein Daseyn außer der Zeit und über der Welt.
Suschcn war inzwischen mit der Tante und derjungen Base, die nachgekommen waren, um Besitzvon Gustavs Zimmer zu nehmen, nach dem neuenPfarrhausc hingegangen, ihnen die Herrlichkeiten ihreskünftigen Wohnsitzes zu weisen; sie war höchst ver-gnügt, dem Anscheine nach einzig über diese Unterhal-tung, im Grund aber mehr noch über jene, die siejetzt den beyden Liebenden, denen sie so treu anhing,verschafft halte. — Allein bey ihrer Zurückkunst fandsie noch alles im vorigen Stande, das Zimmer nicht
aus-