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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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chcn Lichte, schauen wie es seine feurigen Strahlenerst in die unendlichen Lüfte sendet, und dann sichausbreitet über Land und Meer. Zwar war das Meervon dem Rcbhügcl aus nicht zu sehen, aber doch derRhein , der am Ende auch ins Meer läuft; es warSprache des dichterischen Gefühls.

Ungeachtet der Alte mit seinen Versen kein Glückgemacht hatte, legte er sich ruhig zu Bette; jene abermeinten in entzückender Erwartung nicht schlafen zukönnen, es geschah aber doch, ja das Aufstehen früh-morgens noch bey dunkler Nacht wollte einigen soschwer fallen, daß sie die schncllgctroffcnc Abrede jenesAbends fast bereuten. Doch ergriff sie jetzt alle, da siebeysammen waren, eine morgcnliche Munterkeit, unddie Lust zum Werke.

Volant, ein dänisches Windspiel, das zum Schlossegehörte, sollte nicht mit, so sehr er auch in freudigenSprüngen seine Erwartung zeigte; denn es hieß: soein Geschöpf könnte mit seinem animalischen BetragenZerstreuung verursachen, und den reinen Eindruck derherrlichen Erscheinung stören. Aber er wedelte sofreundlich, und sprang so zuversichtlich herum, daß detweichen Pilgrimmc einige für ihn sprachen: Wer weiß,hieß es, ob das arme Vieh nicht auch eine dunkleDorempfindung dieser großen Morgenscyer hat, siegeht doch über die ganze Natur; ja es wäre möglich,daß die Pracht des Schauspiels selbst aus ein so umHegner'i Werke N. Dd. 15