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Freunden aus der Nachbarschaft, zum Beweise ihrerLebensart, ein Gastmahl zu geben, welches zugleich dieWeihe der neuen Wohnung, und eine Anleitung fürdie künftige Frau Pfarreriu seyn sollte, wie man an-gesehene Gaste empfangen müsse.
Große Zurüstungcn waren im Werk. Schon seitacht Tagen sprach sie von nichts andcrm mehr, han-delte mit Fischern und Jägern, dem Zuckerbäcker unddem Anfwärtcr, versickerte, daß sie keine Kosten scheue,und hatte schon die Paare geordnet, die sich bey Tischezusammenfinden sollten: Für sie, die Spenderin desFestes, war der gnädige Herr bestimmt, als die Haupt-person des Schlosses; die gelehrte Frau Chanoinesse sollte von dem gelehrten Herrn Professor aufgeführtwerden; das Fräulein von einem jungen Herrn vonAdel aus der Nachbarschaft; und so fort hatte sie je-dem das Seinigc zugetheilt, daß eben keiner recht da-mit zufrieden war. Jedoch da der Faden dieser Parze,wie der Oberste sagte, nur für einen halben Tag ge-sponnen war, unterzog man sich ihrer Fügung.
Aber ums Himmels willen! rief die Base, als siedie Abreise des Obersten vernommen hatte: was wirddie Tante sagen, daß der gnädige Herr gerade heute,am Morgen ihres Festes, sich entfernt hat? Unendlichwird ihr Verdruß seyn.
Und unerschöpflich ihre Klage, that der Professorhinzu: wer will es wagen, ihr die Anzeige zu ma-chen? — Ich. thue es nicht, antwortete Suschcn.