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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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— Und ich mache mich eher aus dein Staube, sagtedie Base.

Auch die andern Bewohner des Schlosses, die denwahren Grund von der Abreise des Obersten wohl er-rathen konnten, waren zu düster für eine solche Scn,düng gestimmt; zuletzt ließ sich doch die Chanoincssegefallen, diese Bothschaft zu übernehmen, die auch ambesten dazu geeignet war, weil die Tante für sie, alsfür eine hochadclichc Person, immer am meisten Ach-tung bezeugte. Es gelang ihr auch, dieselbe so weitzu beruhigen, daß sie versprach, bey Tische nichts, we-der Gutes noch Böses darüber zu sprechen, und daßsie die Gäste, die jetzt anzukommen begannen, fast ebenso anmuthig empfing, als wenn der gnädige Herr anihrer Seite gestanden hätte.

So war wenigstens ein Stein des Anstosses ge-hoben; und schon bereitete man sich nach Anweisungder Gastgcbietcrin, die neben ihrem Platz ein leeresGedeck, als wäre es für den Obersten, hatte hinsetzenlassen, munter zum Mahle, als ein lautes Getrampelauf der Treppe erscholl, und augenblicklich darauf einMann mit verstörter Gebcrdc athemlos hereinstürzte,und vor Beklemmung kein Wort reden konnte. Eswar der Küster.

Ist das eine Manier l schrie ihm auffahrend dieFrau Amtsräthin entgegen; so unangemeldet. . .

Es brennt, wohlchrwürdigcr Herr Pfarrer! stöhntejetzt der Schrcckensbvthc hervor. — Alles sprang vom