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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Tische auf. Die Tante war außer sich über die Un-terbrechung , so wie der Küster über das Ercigniß.Mit Mühe wurde von dem erschrockenen Manne her,ausgebracht, daß das Feuer am Ende des Dorfes sey;sogleich eilten der Prediger und die jungen Männeraus der Gesellschaft dahin.

Auf der Straße erhob sich nun auch furchtbaresGeschrey und angstvolles Herumlaufen; denn diedurchaus hölzernen Häuser machen in diesem Lande dieFcucrsbrünste höchst gefährlich.

Man schickte nach Bericht aus; es währte nichtlange, so hieß es, es brenne schon in zwey Häusern.Nun wurde an kein.Essen mehr gedacht; wer nur im-mer Hülfe leisten zu können glaubte, begab sich hin-weg. Die Frau Amtsräthin war untröstlich über dasSchicksal ihres Gastmahls, und daß gerade ihr dashabe begegnen müssen; sie schalt auf das bäurischePackvolk, das sich seine eignen Häuser anzünde, undkeifte zuletzt, da sie alles verließ, mit dem Gesinde, undmit einem bejahrten französischen Schweizcroffizicr, dereine alte Burg in der Nähe bewohnte, und, weil erein Auge auf sie geworfen hatte, jetzt bey ihr zurück-blieb, und alles geduldig anhörte.

Unterdessen stürmten die Glocken, und aus denbenachbarten Dorfschaftcn eilte viel Volk zur Hülseherbey. Es wurde mit Anstrengung gearbeitet, undda es lange dauerte, ehe man des Feuers mächtig war,so kam bald dieser, bald jener der Gäste in die Pfarr,