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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Fortsetzung: Anfang Oktobers.

Hier sind wir nun wieder, zwar nicht wenig mit-genommen von dem möglichen Ritte; dem Engländerhatte sich seine Wunde wieder entzündet, und ich mußteein paar Tage das Bett hülhcn; dabey dursten wirnicht einmahl klagen, denn laute und stumme Vor-würfe verfolgten uns.

Nun aber ist alles wieder gut. Die geheimen undöffentlichen Vorbereitungen auf die Hochzeit, welchekünftige Woche in meinem Hause statt haben soll, be-schäftigen alle Hände und Geister der jungen Leute;nicht nur suchen sie einander in Gedichten zu überbie-ten, sondern es ist gar von einem kleinen Schauspielin spanischer Form: Die Burg der Eingeweihten, dieRede, das aber wegen des geistlichen Standes desBräutigams nicht am Tage der Hochzeit selbst, sondernspäter zum Abschied ausgeführt werden soll.

Zum Abschied? Ja wohl, es ist Zeit, daß ichgehe; ich hätte mit dem Auswandc, den ich hier ma-che, bis an die Säulen des Herkules reisen können.Doch' es reut mich nicht; gereist hab' ich mein Lebenlang genug, aber noch so viel harmlose Freuden, aufdie ich schon verzichtet hatte, und so viel thcilnchmcndeGenossen um mich zu versammeln und iin Einklang zubewahren, wie es mir in diesem Lande gelungen, daswar eine unerwartete Wohlthat des Himmels, die »inkein Geld zu theuer ist. — Nun soll freylich auch dießschöne Triebwerk aus einander gehen, das wird uns