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Körperlänge gleichenden, feinen wirbelnden Rüssel und in der Ausbuchtung darunter eine grosse ovale Oeffnung. Die Kürze des seitli-chen Rüssels veranlasste offenbar die langsame, wälzende Rewegung und sein rasches Anstossen das Hüpfen. Der Körper füllte denPanzer ganz aus; letzterer erschien als eine geschlossene Büchse. Die grüne Farbe war von dicht an einander gereihten Körnchen,die, Eiern vergleichbar, 1 / 2t) 1 / 30 der Körpergrösse hatten, und mithin etwa Vimo einer Linie gross waren. Yon diesen Körnchenumgeben, waren im Innern grössere, hellere Blasen sichtbar, die ganz die Gestalt, Lage und Grösse von Magenzellen hatten. Farbenahmen sie nicht als Nahrung sichtlich auf. Ich hin jetzt zweifelhaft, oh ich nicht die hei C. ovata deutliche Längsspalte des Pan-zers auf der Bauchseite hier doch übersehen habe. In diesem Falle ist die Form anders zu bezeichnen. Der Körper wäre dann nie-dergedrückt ( corpus depressum ), die offene Seite die Bauchseite, die Rückenseite geschlossen, die Stirn nicht von oben nach unten,sondern von links nach rechts ablaufend. Entwicklungscyclus l U 440 '"

Erklärung der Abbildungen Taf. II. Fig. XVI.

Die 6 Figuren bilden 2 Gruppen. Die oberen 3 sind im Jahre 1830 gezeichnet, die 3 untern 1832.Fig. 1. die erste der untern Reihe, ist von der Seite (Rücken«) gesehen, 1 j is Linie gross, 310mal vergrössert.Fig. 2. ein kleineres Individuum vom Rücken (der linken Seite?) gesehen.

Fig. 3. ist das erstere vom Bauche (der rechten Seite?) gesehen, wo es die ovale Mundöffnung zeigt.

53. Cryptomonas ovata , eiförmige Panzermonade. Tafel II. Fig. XVII.

C. corpore depresso, ovato, magno, duplo longiore quam lato, 48vam lineae partem aequante, viridi.

Monade a carapace ovale , a corps deprime , ovale , grand , deux fots plus long que large , / 2 *limetre en longueur , couleur verte.

Enchelys viridis, Müller? Animale, infus. Tal). IV. Fig. 1.

Craterina viridis, Bort? Encycl. meth. 1824. p. 523. et Essay dune classif. des microsc. 1826.

Cryptomonas ovata , Abhandl. der Akademie d. Wissensch. zu Berlin , 1831. p. 57.

Aufenthalt: Bei Berlin !, vielleicht auch bei Copenhagen.

Sie wurde im Jahre 1830 im September zwischen Conferva? ochracea mit Cr. cylindrica beobachtet; im Jahre 1834 fand siesich im Juli zwischen anderen Conferven des Thiergartens und am 11. Februar 1835 wieder zahlreich in ähnlichen Verhältnissen. Diekleinsten hatten >/m, die grössten % Linie Länge. Müllers Thierchen war cylindrisch und fand sich in Wasser, welches mehrereWochen lang gestanden hatte. Vielleicht war diess C. cylindrica. Bei C. ovata ist offenbar die breite Seite die Rückenseite oderBauchseite. Der niedergedrückte Panzer schliesst sich auf einer dieser Seiten nicht, sondern ist da nur umgebogen, und bei dei Gattung Cryptoglena liegt der Augenpunkt auf der geschlossenen Seite der Oberfläche näher, was diese als Rückenseite zn eikennengiebt. So ist es auch hier betrachtet. Der fast elliptische Körper ist vorn schief abgestutzt und leicht ausgebuchtet, von links nachrechts ablaufend. Der einfache Rüssel ist länger als die Körperhälfte. Die Bewegung ist langsam, wankend, um die Längsase drehend, wenn Widerstand kommt, hüpfend. Der Panzer ist nicht hart, sondern papierartig. Zahlreiche innere helle Blasen zwischenden grünen Eiern bezeichnen die Magenzellen. In der Mitte sind immer 2 3 eiförmige graue Körper, die hier als Samendrüsenbetrachtet werden. Am hintern Ende ist eine einfache veränderliche, bald vorhandene, bald verschwindende Samenblase. Die kleinstenIndividuen konnten nur Junge aus Eiern seyn, da sie als Tlieile der Selbsttheilung zu klein waren. Selbsttkeilung ist gar nichtbeobachtet.

Erklärung der Abbildungen Taf. II. Fig. XVII.

Es sind 7 rüsselführende, gleich stark vergrüsserte, Exemplare nach Zeichnungen vom Jahre 1834, und 1 rüsselloses nach Zeichnung von1830 dargestellt.

Fig. 1. ist vom Bauche gesehen;

Fig. 2. vom Rücken gesehen;

Fig. 3. von der Seite gesehen, sämmtlich 310mal vergrössert;

Fig. 4. ein junges, nicht durch Theilung entstandenes Exemplar, 380mal vergrössert.

54. Cryptomonas erosa , ausgerandete Panzermonade. Tafel II. Fig. XVIII.

C. corpore depresso, ovato, parvo, 80mam lineae partem vix attingente, vmdi, antica parte late liyalino, eioso.

Monade a carapace echancree , a corps deprime , ovale, petit , egalant V40 milhmetre pres, de couleur verte , pale et echancre au bout anterieur.

Cryptomonas erosa, Abhandl. der Akademie d. Wissensch. zu Berlin , 1831. p. 56. 1835. p. 164. Tafel I. Tig

Aufenthalt: Bei Berlin .'

Diese Panzermonade lebt in klarem Wasser der Torfgruben zwischen Conferven im Sominei. Im Jahre 1835 ^

schon wieder am 11. Februar, also lebt sie den Winter durch fort. Sie ist weicher, als die übrigen, nur (er . g auca »

aber offenbar einen häutigen Panzer in Form eines Schildchens ( Scutellum ), welcher auf der Bauchseite umgero t, nie gist. Sie ist gewöhnlich V«o, selten bis Vso Linie gross, von Farbe schön grün, ins gelbgrüuej spie| en , vora

erscheint als sehr kleine Körnchen, die man nur bei starker Vergrösserung erkennt, von 12 «s In _ ... .. ^ 3 ku<rcl-

waren, wohl der Durchsichtigkeit ihrer Wände halber, nicht deutlich, dagegen traten sehr deutlich in ei oipermiförmige drüsige graue Körperchen für das Auge hervor, die, mit den ähnlichen der grosseren Formen veig ic len, ascheinen. Die lebhafte Bewegung der Thierchen glich der des Cyclidium Glaucoma, war aber langsamer un TMercllcttS

einfachen, fadenförmigen Rüssel von fast der ganzen, oder 2 / 3 der Körperlänge vermittelt. Die voi eie un S e & e n geiten-

ist blasser, weil sie weniger Körnchen enthält. Manche Individuen waren in der Mitte durchgehend le un m« . 0 _

streifen versehen; dergleichen sah ich durch Auswerfen grüner körniger Masse (Eier) an der vor ein sc ue a s

buchteten Endfläche (dem Munde) aus ganz grünen entstehen. Entwicklungscyclus l h$6o /so