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Erklärung (1er Abbildungen Taf. II. Fig. XYIII.
Die 10 Thierchen sind in verschiedenen Stellungen, wie sie im Mikroskop erscheinen, dargestellt, 1 / 120 Linie gross, 380mal vcrgrössert,also bei gleicher Vergrösserung mit Fig. 4. der vorigen Art gezeichnet. Das mit f bezeichnete Thierchen ist im Eierlegen (?) begriffen. Das mittlererechts ist von der Seite gesehen.
55. Cryptomonas cylindrica , cylfndrlsche Panzer monade. Tafel II. Fig. xix.
C. corpore elongato, subcylindrico, triplo longiore quam lato, 72dant lineae partein fere aequante, viridi, antica parteoblique truncato et emarginato.
Mo na de a carapace cylindrique , h corps allongc, presque cylindrique , trois fois plus lang quelarge , egalant a peu pres 1 / 36 millimetre, de couleur verte , tronque et eelianerc au bout anterieur.
Leedweshokk, August 1701?
Enchelys viridis, Müller? Animale, infus. Tab. IV. Fig. 1.
Craterina viridis , Bort ?
Cryptomonas cylindrica, Abhandl. der Akademie d. Wissenseh. zu Berlin , 1831. p. 57.
Aufenthalt: Bei Berlin !, vielleicht auch in Delft und bei Copenhagen beobachtet.
Im Jahre 1830 fand ich diese Form zahlreich mit Crypt. ovata im September zwischen Conferval ochracea , am 28. Juni1835 war sie häufig zwischen Euglena sanguinea, die ich am Wege nach »Spandau in der Jungfernheide bei Berlin sammelte, und
es könnte wohl seyn, dass sie eines der ersten grünen Infusorien ist, welche Leeuweniioek in einer Dachrinne seines Hauses in
Delft mit Euglena sanguinea betrachtete, die aber auch zu Chlamidomonas gehören, oder selbst junge Euglenen seyn konnten.Alle diese jetzt unterschiedenen Formen wurden früher verwechselt. Müli.er’s Citat habe ich schon bei C. ovata angeführt, es lässt
sich nicht entscheiden. Diese Art ist dreimal so lang als hreit und wenig zusammengedrückt, daher fast cylindrisch. Der Panzer ist
offenbar wie ein Schildchen. Yorn sah ich einen Wirbel, aber den Rüssel, welcher ihn hervorhringen mag, nicht. Magenzellenwaren direct auch nicht wahrnehmbar, wahrscheinlich verdeckten die grünen Körnchen ihre Umrisse. Die grüne Farbe bestand aussehr feinen Körnchen, von denen etwa 20 auf die Körperlänge gingen, die bis V 72 Linie gross war. Deutlich lagen in der Mitte desKörpers 2 ovale graue Körperchen, die Samendrüsen. Einschnürungen zur Selbsttheilung sah ich nie, aber zuweilen 2 Individuen an-einanderhängend schwimmen, welche eine Längstheilung von hinten nach vorn anschaulich machen konnten. Entwicklungscyclus wohl'/x 44 o bis 1 lt 2 Linie.
Erklärung der Abbildungen Taf. II. Fig. XIX.
Die 10 dargestellten Individuen sind in verschiedenen Stellungen, einige wirbelnd, alle 290mal, fast eben so stark als C. ovata vergrossert.Fig. 1. ist vom Rücken gesehen, wirbelnd.
Fig. 2. vom Bauche gesehen, wo die 2 Samendrüsen deutlicher werden, mit Weglassung der Eikörnchen.
56. Cryptomonas? glauca , bläuliche Panzermonade. Tafel II. Fig. xx.
C. corpore ovato, tnrgido, 72dam lineae partern attingente, duplo longiore quam lato, antico fine truncato, cacru-lescente, flagello dnplici.
Monade a carapace bleuätre, a corps ovale , gonfie, deux fois plus long que large , atteignant 7 36millimetre en longueur , tronque au bout anterieur , couleur verte bleuätre , trompe a fouet double.
Diese Panzermonade ist noch nirgends beschrieben. Ich fand sie am 29. Juni 1835 in einem Löschkiibcl mit Chlamidomo-nas Pulvisculus in grosser Menge. Sie unterschied sich sogleich sehr auffallend durch die blaugrüne Farbe gegen die gelbgrüne derStaubmonadc. Ihre Grösse schwankte zwischen 1 j 192 — 7?2 Linie, so dass die kleinsten nicht Theilc der grössern seyn konnten,also aus Eiern entsprossen seyn mochten. In einem anderen Löschkübel der Strasse fand sich unter ähnlichen Verhältnissen eine .an-dere ganz ähnliche neue Form gleichzeitig, Cryptoglena conica , die aber deutlich ein rotlies Auge besass und nach hinten spitz war.Sehr auffallend war der deutliche doppelte Rüssel. Die grünliche Farbe war zu blass oder sanft, um die sie wohl bildenden Eikörn-chen scharf umgrenzt sehen zu lassen, aber desshalb traten gerade die innern Magenzcllen recht grell hervor. Ob 2 mittlere von die-sen hellen Flecken den Samendrüsen angehörten, blieb ungewiss. Ich zählte 3 — 8 solcher Magen. Den Panzer, in Form eines umge-rollten Schildchens, habe ich erkannt. Hat die Form vielleicht ein sehr blasses, rothes Auge, das ich übersehen habe? Gehört sie desdoppelten Rüssels mul des Mangels eines Auges halber, in eine besondere Gattung ( Diplotricha )? Einige im Schwimmen vorn zu-sammenhängende Individuen Hessen auf Längstheilung von hinten nach vorn schliessen. Die Bewegung war munterer, als bei Chlami-domonas, oft hüpfend.
Erklärung der Abbildungen Taf. II. Fig. XX.
Es sind 17 Individuen der bläulichen Panzermonade und, zur Farbenvergleichung, 1 Individuum der gleichzeitig beobachteten augenführendenChlamidomonas Pulvisculus dargestellt. Die 2 zusammenhängenden schwammen so gemeinsam umher. Die kleinsten sind Junge, doch wohl ausEiern, nicht aus Queertheilung.
537 Cryptomonas? fusca, I> raune Panzermonade. Tafel II. Fig. XXL
C. corpore ovato, turgido, 125tam lineae partein aequante, fusco.
Monade a carapace brune, ä corps ovale, gonfle, egalant millimetre en longueur, couleur brtme.
Bacterium? fuscum, Abhandl, der Akademie d. W r issensch. zu Berlin , 1830. p. 81. 89.
Cryptomonas? fusca, — — _ 1831. p. 57.
Aufenthalt: Bei Catharinenburg im Uralgebirge.
Diese Infusorienform fand sich im Juli 1829 auf der Reise mit Herrn Alexander von Humboldt zwischen Conferven derIset bei Catharinenburg. Ich hielt sie damals für ein zweifelhaftes Bacterium, allein ich habe jetzt wenig Zweifel, dass cs nicht eine