Buch 
1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
Entstehung
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V^ewöhnlich ist die Vorrede eines Buches eineBrille, die der Herausgeber so vortheilhaft zuschleifen sucht, daß sie dem Leser wo nicht eineleuchtende, doch eine gefällige Ansicht des Wer-kes verleihen möge. Solches ist natürlich und er-laubt; wer etwas Rechtes gemacht zu haben glaubt,sucht Beyfall, das ist seine Belohnung. Aber dieBrille hilft nicht immer; nicht alle Augen habendie gleiche Sehweite, nicht die gleiche Kraft; wenndeßwegen einige darin nur Nebel sehen, andreüber Regenbogenfarben, die der Autor der Brillemitgetheilt habe, klagen, und lieber ohne dieselbelesen, so ist auch das in der Ordnung. Auch ichwerde mir also müssen gefallen lassen, zu welcherArt von Brillen man meine Vorrede zahle; hof-fentlich nicht zu den vergrößernden.

Ach hatte es nie darauf angelegt, ein Schrift-steller zu werden, ob ich gleich manches aufgezeich-net habe. Meine Bestimmung war eine andre,der meine jugendlichen Kräfte gewidmet waren,oder wenigstens hatten gewidmet seyn sollen; erstals ich diesem Berufe durch unsre Staatsum-wälzung enthoben ward, und mich der Zustanddes Vaterlandes in stäte Unlust versetzte, nahmich eine Reise nach Paris vor, weniger zu einem

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