Buch 
1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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besondern Zweck, als um andre Leute und die gro-ßen Kunstwerke zu sehen, die sich damals daselbstvorfanden. Daraus entstand ein Tagebuch überdiese Reise, bey dessen erster Abtheilung ich durch-aus keine Rücksicht auf ein grvßers Publicum ge-nommen, sondern nur mich meinen nähern Freun-den hatte zeigen wollen, wie ich gesehen und ge-dacht habe. Bey den folgenden Abtheilungen nahmich schon mehr auf fremde Leser Bedacht, dochmischte sich auch da noch manche örtliche Anspie-lung und eigne Persönlichkeit ein, davon ich jetztmehreres weggelassen, andres besser ins Licht ge-stellt, und als den Geist von Zeit und Ort be-zeichnend habe stehen lassen. Da zu gleicher Zeitzwey allgelesene Neisewerke über Paris von zweyallbekannten Verfassern (Meyer aus Hamburg undKotzebue ) erschienen waren, die mit glänzendenFarben das große Leben mahlten, so schickte ichUnbekannter meinen Versuch im kleinen Leben un-ter dem Titel: auch ich war in Paris in dieWelt, um zu sehen ob man auch mich noch füreinen Mahler halte; nicht daß ich gerade als einCorreggio auftreten wollte, jene waren ja auchkeine Raphaële. Einiges ist hinzugefügt, das da-mals nicht gedruckt werden durste.

Ueber die Molkenkur ist wenig zu erläu-tern; es ist eine pure Dichtung, die sich aus sichselbst erklärt, ein Roman zu dem ich hinlänglicheMuße fand, als die Schweiz unter des französi-schen Kaisers Schutze wieder Frieden haben dursteund mußte, kein bedeutender Sturm mehr unsreGewässer trübte, und bloß noch die Art von Va-terlandsliebe in allgemeine Anregung kam, welchesich durch einflußreiche Stellen verdient machenwill. Manches ist auch da an der Schreibart ver-