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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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Künstler von der untern Klasse haben ohnehin dieGewohnheit, ihre Werke so lange mit amorosen Blickenund in jedem Lichte anzuschauen, b>8 sie das Verdienst,das nicht in der Wirklichkeit da ist, ivenigstens hineinimaginirt haben. Sehen sie sich nun wirklich auöge-stellt, so verschieben sie auch den wahren Gesichtspunktder Ausstellung, und horchen auf nichts als auf diegünstigen Worte des begaffenden Pöbels, der dasschlechte zu lobe» verdammt ist, oder sie halten sich anden Trost, in dem gedruckten Verzeichnisse zu figuriren.Man wird sagen, ich rede nur von Thore», aber ichantworte: hätten sie Verstand, so würden sie bessermahlen, oder ihre Werke nicht auf die Ausstellung geben.

Zch bin aber überzeugt, daß es nicht so wohl umder Aufmunterung willen geschah, daß solche Gegen«stände aufgenommen wurden, als aus Mangel an Des-serm, und um die Wände voll zu machen; hauptsäch-lich aber ist es eine Wirkung der schweizerischen Ge-fälligkeit. — Schweizerische Gefälligkeit, ist denn die sogroß? Za, sie ist so groß, daß sie zur moralischenSchwäche geworden ist. Es ist eine Ohnmacht derdreistgeäußerten Erwartung andrer zu widerstehen, diewenigstens die Skädtebewohncr unsers Vaterlandesauszeichnet, und sich auch hier im Kleinen äußerte,so wie sie im Großen an mancher unsrer gegenwärti-gen Unannehmlichkeiten Schuld ist.

Nachdem ich auch hier noch von einigen Bekann-ten Abschied genommen, und von freundschaftlicher